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Was sie schon immer über die Antifaschistische Aktion/ Bundesweite Organisation wissen wollten

Erklärung der AA/BO / 1994

Kein Fußbreit den Faschisten

Mit der Antifaschistischen Aktion/ Bundesweite Organisation (AA/ BO) wollen wir den Faschisten organisiert entgegentreten. Wir gehen offensiv gegen die Drahtzieher und Ideologen des NaziTerrors vor. Faschistische TäterInnen haben Namen und Adresse!

Der alltägliche Naziterror kommt in diesen Zeiten zur massiven Entfaltung, weil er in ein gesellschaftliches Klima eingebettet ist. Große Teile der Bevölkerung stehen rassistischen Pogromen, faschistischen Anschlägen und nationalistischen Ideen gleichgültig oder wohlwollend gegenüber.

Deshalb gilt unser Kampf auch all denen, die den Nazis die gesellschaftliche Akzeptanz verleihen: Bürgerliche Politiker, die MigrantInnen als „Ratten“ (Berlins CDU-Fraktionschef Landowsky) bezeichnen, Gewerkschaftsfunktionäre, die die NaziParole „Arbeit zuerst für Deutsche“ aufgreifen (IG-Metall-Chef Klaus Zwickel), Medien, die mit Berichterstattung über „Ausländerkriminalität“ und „TerrorKurden“ Flüchtlinge ausgrenzen. Sie sind die gesellschaftlichen Drahtzieher, die mit Anzug und Krawatte reaktionäre und faschistische Tendenzen billigen, aufgreifen, begünstigen, vorantreiben und letztlich in Gesetze gießen.
Antifaschismus ist der Kampf ums Ganze

Revolutionärer, antifaschistischer Kampf muß sich immer auch gegen die gesellschaftlichen Bedingungen wenden, aus denen heraus faschistische Bewegungen entstehen: Das kapitalistische Konkurrenzprinzip, das Menschen nur nach ihrer Verwertbarkeit beurteilt und dem Profit als oberstes Ziel gilt. Das kapitalistische System schafft die Ursachen, die in Flucht münden. Die 1.Welt Staaten schieben Flüchtlinge in Hunger, Folter und Mord ab und unterstützen währendessen weiterhin die Herrschenden in den einzelnen Ländern z.B. durch Waffenlieferungen, durch finanzielle oder politische Hilfe.

Patriarchale Unterdrückung, die dazu dient, Frauen auf dem Arbeitsmarkt als billigere Arbeiskräfte einzusetzen und sie im Bereich der Reproduktion unentlohnt schuften zu lassen. Nationalismus, der Ausbeuter und Ausgebeutete zur Volksgemeinschaft zusammenschweißen soll. All dies sind zentrale Inhalte und Unterdrückungsmechanismen des bestehenden Herrschaftssystems.

Eine antifaschistische, freie Gesellschaft kann nur entstehen, wenn das System mit all seinen Übeln gekippt wird. Denn für alles Reaktionäre gilt, daß es nicht fällt, wenn es nicht niedergerissen wird.
Allein machen sie Dich ein

Das Anliegen der Antifaschistischen Aktion/ Bundesweite Organisation ist es, alle Kräfte zu sammeln und damit einen Gegenpol zur Zersplitterung innerhalb der Linken zu setzten.

In der Zusammenarbeit mit anderen geht es um den strömungsübergreifenden, gemeinsamen Kampf gegen die Faschisten und den alltäglichen Terror der bestehenden Verhältnisse.

Die Antifaschistische Aktion/ BO soll dabei den notwendigen Rahmen bieten, um eine Diskussion um Perspektiven der Linken überhaupt erst zu er möglichen. Kriterum unserer Arbeit muß dabei die Wirksamkeit in der Praxis bleiben.

Denn: Mit der Antifaschistischen Aktion/ BO wollen wir schließlich in die gesellschaftliche Entwicklung eingreifen, statt sie nur in folgenlosen Debatten zu kritisieren. Nur gemeinsam sind wir dafür stark genug. Deswegen suchen wir nicht als erstes nach Unterschieden und Abgrenzungsmöglichkeiten, sondern nach Gemeinsamkeiten an den Fragen, die für das gemeinsame Handeln entscheidend sind.
Hoch die internationale Solidarität

Antifaschistischer Kampf muß notwendigerweise über alle Grenzen hinausgehen. Faschistische Gruppen und faschistische Herrschaft sind nicht ausschließlich ein nationales oder deutsches Problem. Ursache für das Entstehen ist das weltweite kapitalistische System.

Weltweit gibt es linke Bewegungen, die – wie wir – für ein menschenwürdiges Leben jenseits kapitalistischer Verwertungslogik und faschistischem Herrenmenschentum kämpfen. Mit diesen Bewegungen erklären wir uns solidarisch und versuchen sie zu unterstützen, denn: Im gemeinsamen Kampf wird Solidarität zur Waffe.
Der Kampf um die Geschichte

Schritt für Schritt arbeiten die Herrschenden heute daran, jeden historischen Versuch revolutionärer Veränderung auf dem Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen und die Erinnerung daran auszulöschen.

Seit dem Fall der Mauer hat sich das politische Kräftverhältnis grundlegend gewandelt. Der Gegenpol zum bestehenden Kapitalismus ist zusammengebrochen. Die Vorstellung einer gesellschaftlichen Alternative soll jetzt um so unmöglicher gemacht werden, je deutlicher die vernichtenden Folgen für Mensch und Natur durch dieses System weltweit werden.

ist der Kampf um die Gegenwart

Dagegen setzen wir unseren Geschichtsbezug: Wir versuchen, positive Ansätze des revolutionären Widerstands herauszuarbeiten und brauchbare Inhalte weiterzuentwikkeln. Sich heute ergebende Fragen sind nicht neu und einzigartig, Geschichtswissen erleichtert die Einordnung in die Gegenwart. Wir wollen das Bewußtsein aufrechterhalten, daß auch andere vor uns den Kampf um das Ende der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen geführt haben.
Mitmachen –

Die Antifaschistische Aktion/Bundesweite Organisation ist ein Zusammenschluß von parteiunabhängigen AntifaGruppen aus der ganzen BRD und für die Mitarbeit von neuen Gruppen jederzeit offen. Die Gruppen arbeiten schwerpunktmäßig in ihrer Stadt und Region, setzen aber darüber hinaus auf verbindliche, überregionale Zusammenarbeit und regelmäßige Diskussion statt auf lose Kontakte und ausschließlich anlaßbezogene Aktionen. Antifaschistische Arbeit sollte schließlich erfolgreich sein.

– und zwar so!

Wenn Ihr mitmachen wollt: Die Antifaschistische Aktion/BO ist bestimmt auch in Eurer Nähe. Eine der nebenstehenden Mitgliedsgruppen setzt sich gerne mit Euch in Verbindung.

Quelle

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